Förderverein

Der Grundgedanke des Fördervereins ist, dass auch die pädagogisch wertvollsten Konzepte und die teuersten Materialien nichts nützen, wenn nicht genug Erwachsene mit ZEIT und Geduld mit Kindern üben. In unserer schnelllebigen Zeit haben Kinder unterschiedlichster Herkunft alle dasselbe Problem: zu wenige Eltern haben die nötige ZEIT und auch in den Kindergärten und Schulen ist viel zu wenig Personal. Integriert werden müssen keineswegs nur Kinder ausländischer Herkunft, sondern genauso deutsche und leider auch keineswegs nur Kinder mit fehlender Bildung im Elternhaus.
Die jugendlichen Amokläufer der vergangenen Jahre waren weder ausländischer Herkunft noch aus sozial auffallend schwachen Familien.
Durch ehrenamtliche ZEIT-Spenden engagieren sich die Menschen der Gemeinde Nersingen seit 2008 an den Kindergärten und Schulen der Kommune sowie in privaten Patenschaften für einzelne Kinder und als Begleiter für Kinder schwerkranker Eltern.

 Der Förderverein übernimmt die Anwerbung und  Motivation, die Vermittlung, die Organisation und die Betreuung (Versicherung, Beratung und Schulung durch Pädagogen, Psychologen, Mediziner) aller Ehrenamtlichen sowie manche Finanzierung  und hat hierdurch ein Netz für Kinder ins Leben gerufen, in dem sich die politische Gemeinde, Vereine, Kirchen, die türkische Gemeinschaft, Geschäftsleute, Unternehmen, der Kinderschutzbund Ulm-Neu-Ulm, Landratsamt, Schulamt und Jugendamt, Schulen, Ärzte, und Privatleute einbringen.

Aktuell beschäftigen wir 4 angestellte Kräfte für individuellere Förderung an den Nersinger Schulen, davon zwei an der Anton-Miller-Schule in Straß. An der Schule sind zudem Lesepaten und Rechenmütter im Einsatz, mehrere Ehrenamtliche flankieren die Hausaufgabenbetreuung der Offenen Ganztagsschule und durch verschiedene ehrenamtliche AG-Angebote versuchen wir gemeinsam mit der Schule und der engagierten Unterstützung durch die Firma Hilti aufzufangen, was der Staat heute nicht mehr leistet. Zudem finanzieren wir den Schulen und Kindergärten externe Kurse wie z.B. die Gewaltprävention in Klasse 5 der Anton-Miller-Schule.

 Die eigentlichen Erfolge unserer Arbeit gehen im Stillen vor sich, wenn wir z.B. sicher sind, dass alle Abgänger der Mittelschule einen Ausbildungs- oder weiterführenden Schulplatz haben, oder wenn Klassenkameraden eines durch uns begleiteten Kindes plötzlich erzählen: „Der ist so nett geworden. Der schlägt gar nicht mehr.“

 

Claudia Clages

Vorsitzende

 

Weiterführende Informationen zum Förderverein finden Sie unter: www.chancefuerkinder.de